Grüner Gockel

Kirchliches Umweltmanagement in der Evangelischen Kirchengemeinde Eppingen

Umweltmanagement ist in der Evangelischen Landeskirche Baden ein erprobtes und wichtiges Instrument zur Bewahrung der Schöpfung. Das kirchliche Umweltmanagementsystem Grüner Gockel wird in Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden und in kirchlichen Einrichtungen angewandt.

Was ist der Grüne Gockel

Der Grüne Gockel ist ein speziell für Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden entwickeltes Umweltaudit-Zertifikat, das die Einführung eines funktionierenden Umweltmanagementsystems bescheinigt.

Grundlage ist die Europäische Umweltaudit-Verordnung EMAS (Eco Management and Audit Scheme) – nach dieser werden die Gemeinden und Einrichtungen auch validiert.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.ekiba.de
Die Einführung des Grünen Gockels wird in der badischen Landeskirche seit 2004 angeboten und schon im Jahr 2006 wurden die ersten 11 Kirchen- und Pfarrgemeinden zertifiziert. Mittlerweile ist die Zahl der kirchlichen Gemeinden und Einrichtungen in Baden, die den Grünen Gockel eingeführt haben oder gerade dabei sind dies zu tun, auf 84 angestiegen. Bis 2010 werden es etwa 100 sein.


Seit dem November 2008 beteiligt sich unsere Gemeinde am Grünen Gockel. Wir sind die 70. Gemeinde in der Badischen Landeskirche, die bei dieser Aktion mitmacht.

Weiter Informationen finden Sie unter Schöpfungsleitlinien.

Die Schöpfungsleitlinien

Präambel

„Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen.“
(Charta Oecumenica 22.04.2001)

Artikel 1        Dies verpflichtet uns zum Erhalt seiner Schöpfung.

Wir - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Eppingen - betrachten deshalb den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen. Um informiert handeln zu können, braucht es eine solide Datengrundlage. Wir bemühen uns, regelmäßig unser Handeln als Kirchengemeinde zu erfassen, um Prozesse auf ihre Umweltverträglichkeit hin überprüfen  und  gegebenenfalls optimieren zu können.

Artikel 2        Wir achten darauf, wie sich unsere Entscheidungen auf künftige Generationen auswirken

Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Vorräte an Erdöl und Erdgas nur noch wenige Generationen reichen. Wir möchten Entscheidungen treffen, die „nachhaltig“ sind, d. h., sie sollen sich nicht negativ auf das Leben dieser und künftiger Generationen auswirken.

Artikel 3        Wir möchten Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander

Wir suchen nach Konzepten und Modellen um Umweltschutz wirtschaftlich zu gestalten. Sparsame Nutzung von Rohstoffen und Energieträgern mit wirtschaftlich vertretbarer neuer Technik schont die Umwelt und spart Kosten. Bei langfristig wirkenden Entscheidungen berücksichtigen wir die voraussehbare Entwicklung der Energiekosten sowie die Kosten, welche aus Umweltschäden resultieren. Wir sind überzeugt, dass sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht miteinander vereinbaren lassen.  

Artikel 4        Wir suchen bei unseren Vorhaben die Wege, welche die Umwelt am wenigsten

Wir vereinbaren ein Umweltprogramm, betreiben ein Umweltmanagement und erstellen regelmäßig unsere Ökobilanz.
Wir überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren das Umweltprogramm. Wir informieren und beteiligen unsere Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit.

Artikel 5        Wir fördern gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und

Wir achten bei Renovierungen und Ausstattung der Räume auf umweltfreundliche Materialien. Kirchliche Gebäude und Grundstücke sollen Arbeits- und Lebensmöglichkeiten für Menschen, Pflanzen und Tiere bieten.

Artikel 6        Wir fördern Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in unseren Gruppen und

Durch gemeinsam mit Leiterinnen und Leitern von Gruppen und Kreisen zu erarbeitende Konzepte möchten wir naturschützendes und umweltschonendes Handeln fördern. Das betrifft beispielsweise den verantwortungsvollen Umgang mit Heizenergie, Strom und Müllentsorgung.

Artikel 7        Wir tauschen unsere Erfahrungen mit anderen Stellen und Einrichtungen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Eppingen verstehen sich als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft. Wir nehmen teil am Öko-Audit und streben die Zertifizierung unserer Kirchengemeinde an. Wir machen Umweltein- und auswirkungen sichtbar und verpflichten uns zur Einhaltung aller umweltrelevanten Normen und gesetzlichen Vorgaben. Damit nehmen wir unsere Aufgabe als umweltbewusste Kirchengemeinde wahr.

Artikel 8        Änderung von einzelnen

Die Leitlinien unserer Umweltpolitik sind für die derzeitigen Umstände und Umweltbedingungen geschaffen worden. Auch geben sie die Betrachtungsweise ihrer Verfasser und des Kirchengemeinderates wieder. Insofern müssen sie im Ganzen nicht langfristig gültig sein. Sofern andere Meinungen vorgebracht werden, werden diese überprüft. Änderungen bestimmter Leitlinien sind hiernach durchaus denkbar. Ebenso können veränderte Umweltbedingungen zu Anpassungen der betreffenden Leitlinien führen.

DIe Umwelterklärung der ev. Kirchengemeinde Eppingen

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Eppingen

Die Umwelterklärung der Evangelischen Kirchengemeinde Eppingen wurde 2015 neu verfasst und kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

Revalidierung im Jahr 2015

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Eppingen
Anlässlich der Revalidierung erhielt die Ev. Kirchengemeinde von der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken eine Registrierungsurkunde.
 
 
Grüner Gockel - Kontakt

 

Kontakt über Markus Zobeley
markus [at] zobeley.com